Karl Ritter war ein deutscher Filmproduzent und Regisseur. Zuvor war er im Ersten Weltkrieg einer der ersten deutschen Militärpiloten gewesen. Ritter wurde einer der bedeutendsten Regisseure von Propagandafilmen. Joseph Goebbels belohnte ihn mit der Mitgliedschaft im Leitungsgremium der Reichsfilmkammer. Er stand auf Hermann Görings Liste der vom Militärdienst befreiten Parteimitglieder, kehrte jedoch zur Luftwaffe zurück. Nach sowjetischer Kriegsgefangenschaft floh er nach Bayern. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Ritter in seinem Entnazifizierungsprozess zum „Mitläufer“ erklärt. 1947 emigrierte er über Portugal nach Argentinien. Dort konnte er dank Winifred Wagner „El Paraiso“ drehen. In den 1950er Jahren kehrte er nach Westdeutschland zurück, leitete dort seine eigene Produktionsfirma und erklärte den Wunsch, „die Stärke des deutschen Kinos wiederherzustellen“, doch sein Projekt, „Die Büchse der Pandora“ neu zu verfilmen, scheiterte, und er kehrte nach Argentinien zurück, wo er 1977 starb.